Ausgabe Dezember 2011
Manchmal wünsche ich mir nur,
man könnte diesen Monat streichen!
Denn dann würde auch - vielleicht -,
alle Hektik von uns weichen.
Jeder möchte - auf die Schnelle -
seine Gaben noch besorgen.
Keiner sagt, es hat noch Zeit,
ich verschiebe es auf morgen.
Nichts von der Beschaulichkeit
die man im Advent sich wünscht
existiert in Wirklichkeit.
Selbst die Kinder, große, kleine,
wird man selten staunen sehen.
Viele Gaben, nicht nur kleine,
sollen unter'm Christbaum stehen.
Denkt auch an die Armen, Kranken,
überall auf dieser Welt!
So erinnern uns die Banken:
Spendet, spendet ganz viel Geld!
Man kann auch mit kleinen Dingen
vielen Menschen Freude bringen.
Mancher Gabentisch bleibt leer.
Ich wünsche nur Gesundheit,
Zufriedenheit und Ruhe!
Ach, wenn doch endlich Weihnacht' wär.
25 Jahre Ratsarbeit, die ich nicht missen möchte!
In diesen Jahren hat sich Vieles verändert. Es gab eine starke Entwicklung in Velpke. Zuerst fällt mir natürlich die Grenzöffnung ein, mit vielen Erlebnissen, die damit verbunden waren. Aber dann denke ich an viele andere Großprojekte zurück, die in diesen Jahren bearbeitet wurden.Der Meinkoter Teich wurde grundsaniert, daran erfreuen wir uns noch heute. Auch der 2. Bauabschnitt des Sportheims des VSV stand vor der Vollendung. Aber viele andere Themen standen zur Beratung an. Ich denke dabei an den Bau des DRK- und Jugendzentrums, an den Verkauf des Meinkoter Schulgebäudes, an den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Wahrstedt, es stand die Dorferneuerung in Meinkot an, die fehlende Grundschule in Velpke wurde immer wieder moniert und ein entsprechender Bau dafür gefordert. Die Abwasserbeseitigung in unseren Ortsteilen mußte geregelt werden und nicht zu vergessen sind die verschiedenen B-Pläne, die mit viel Diskussion verbunden waren. Dauerbrenner waren die B-Pläne Sandweg -evtl. auch mit Einkaufsmarkt-, aber noch strittiger war dann der B-Plan (Bauplan) Bascheriede. Letztendlich kam es in beiden Fällen zu einem guten Ergebnis. Zum Thema B Plan " Immenhus" gab es schon 1989 Änderungsanträge, noch heute ist dieses Problem nicht gelöst. Die Erweiterung des Kindergartens beschäftigt den Rat häufig. Anfangs ging es um den Rechtsanspruch von 3-6 jährigen Kindern- heute um die Sicherstellung von Krippenplätzen. Anfangs ging es um die Einstellung eines Gemeindearbeiters. Heute wird diskutiert über die Errichtung eines zentralen Bauhofes. Es ließe sich noch Vieles aufzählen, die Entwicklung geht weiter und ständig treten neue Probleme auf. Mit großem Interesse habe ich viele Erkenntnisse gewonnen und Erfahrungen gesammelt. Dankbar denke ich an die Jahre im Rat der Gemeinde Velpke zurück. Es war eine Herausforderung, der ich mich gern gestellt habe. Viele Menschen haben mich dabei unterstützt. Allen sage ich Dank und wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit. Für das neue Jahr: gebe uns Gott die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können, und den Mut, Dinge zu ändern, die wir ändern können, und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.
Edith Schünemann
Liebe Mitbürgerinnen liebe Mitbürger,
Sie haben am 11. September über die Zusammensetzung der Kommunalparlamente entschieden. Alle, die ihr Wahlrecht genutzt haben, übernehmen damit demokratische Verantwortung. Eine Wahlbeteiligung von 52 % ist aber trotzdem für mich immer noch erschreckend niedrig. Einen besonderen Dank möchte ich denjenigen sagen, die den Kandidaten der CDU ihr Vertrauen geschenkt haben.
Für uns als CDU ist das Ergebnis mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Zwar haben wir in etwa unser Ergebnis aus 2006 halten können, jedoch hatten wir durchaus das Ziel, den durch das Nicht-Antreten der FDP freiwerdenden Sitz für uns zu gewinnen. Dies ist uns nicht gelungen. So werden wir uns auf die Rolle der Opposition einstellen – wir wollen dies jedoch gewohnt konstruktiv und lösungsorientiert tun. Vom Streit um des Streites willen hat schließlich keiner was. Überhaupt: Es bleibt dabei, dass wir im Gemeinderat primär ein Gremium mit 15 Persönlichkeiten und nicht 3 Fraktionen sehen. Das heißt für uns auch in unserer Arbeit, wenn wir innerhalb unserer Fraktion nach guten Diskussionen mal unterschiedliche Auffassungen zu einem Entscheidungspunkt haben, dann spricht auch nichts dagegen, wenn wir hier auch unterschiedlich abstimmen.
Im Samtgemeinderat sind wir in der Fraktion wieder mit drei Vertretern präsent. Sie werden sich weiterhin für die Interessen unserer Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde einsetzen.
Besonders freut uns, dass Andrea Weber-Tabrizian und auch Hans-Hubertus Broistedt in den Kreistag einziehen konnten. Damit haben wir auch dort wieder Gewicht und Stimme, was der Gemeinde Velpke gut tun wird.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für alle drei Ebenen: Gemeinderat, Samtgemeinderat und Kreistag gilt: Bitte geben Sie uns Rückmeldung – positiv und negativ – zu Initiativen und Beschlüssen. Und vor allen Dingen: Ratsmitglieder sind in ihrer Freizeit tätig und können auch nicht immer überall ihre Augen und Ohren haben, deshalb sind wir auch auf Sie angewiesen, wo es Dinge zu verändern gilt. Bitte geben Sie uns Ihre Anregungen: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns ein e-mail oder machen Sie einen Gästebucheintrag auf unserer Homepage.
Vielleicht haben Sie ja doch Interesse, politisch in unserer Gemeinde mitzuarbeiten. Dabei gilt für uns als CDU weiterhin: Wir bieten die Plattform, ein Eintritt in die Partei ist jedoch nicht notwendig, denn für uns zählen Sachverstand und Engagement. In diesem Sinne
liebe Grüße, Ihr Roland Sahr
In vielen Gesprächen immer noch ein Aufreger: Bahndammquerung am Wiesenweg.
Dieses Thema bewegt offenkundig noch immer viele Gemüter, jedenfalls werde ich des Öfteren darauf angesprochen und außer Vertretern der SPD-Fraktion habe ich noch keinen Befürworter dieser Maßnahme getroffen.
Bei diesen Gesprächen wurde ich auch gebeten, die Fakten und die Haltung der CDU nochmals zu beschreiben. Dieser Bitte komme ich gerne nach: der Durchbruch zwischen dem neuen Baugebiet Wiesenweg und dem Jungfernstieg ist in den ursprünglichen Planungen des Bebauungsplanes vorgesehen. Dennoch haben wir uns als CDU gegen die Umsetzung ebenso wie gegen die Herstellung eines Weges auf dem Bahndamm ausgesprochen. Folgende Argumente haben dabei für uns den Ausschlag gegeben: einen großen Nutzwert sowohl des Weges, als auch des Durchbruchs, können wir nicht erkennen. Durch den bereits geschaffenen Überweg zwischen Alter Siedlung und Mühlenweg ist eine Verkürzung des Weges zum Kindergarten bereits realisiert. Ein Anschluss in die Feldmark ist bereits über den Zugang am Spielplatz vorhanden, und wer in der Feldmark spazieren will, dem kommt es ja wohl gerade n i c h t auf eine Wegverkürzung an und ohne eine Brücke über den Durchbruch gibt es auf diesem Weg auch gar keinen Anschluss an die Feldmark. Die Bauausführung mit Spundwänden wird aus unserer Sicht keine Augenweide werden und hat eher das Potential für eine „Dreckecke“. Dies wird sicher entsprechende Kapazitäten der Gemeindearbeiter binden und damit Folgekosten verursachen.
Das Wichtigste aber sind für uns die Kosten: Die Gesamtmaßnahme (Querung, Brücke, Weg auf dem Bahndamm) wird Kosten von über 70.000,- EUR verursachen, die, wenn Sie nicht anfallen, den Überschuss aus dem Baugebiet erhöhen. Nach den Regelungen mit dem Erschließungsträger wird dieser Überschuss zur Hälfte geteilt. Wir waren aber zuversichtlich, dass wir für diese ersparten Kosten eine Andere, für die Gemeinde noch günstigere Regelung hätten finden können.
Unabhängig hiervon gilt: Nach unserer Auffassung könnten wir Sinnvolleres mit diesem Geld in unserer Gemeinde anfangen.Der Radweg zwischen Velpke und Meinkot läßt grüßen. Aber nun kommt nach dem Willen der SPD Fraktion eben der Durchgang.
Ihr Roland Sahr
Wer unsere Homepage kennt, wird festgestellt haben, dass sie sich in letzter Zeit verändert hat und sehr aktuell berichtet. Wir haben einen neuen Webmaster, Jörn Bosse, der die Sache clever angeht. Als selbständiger CAD-Programmierer bringt er alle Voraussetzungen dafür mit.
Sein alter Klassenkamerad, Roland Sahr, konnte ihn nach langen Diskussionen überzeugen, dass eine Mitarbeit in der Kommunalpolitik, auch ohne Parteizugehörigkeit, für ihn interessant sein kann. Er wird künftig als Bürgervertreter im Bauausschuss seine Meinung einbringen, wenn auch ohne Stimmrecht.
Besonders freuen wir uns über seine Zusage, künftig unsere Homepage zu gestalten, die vielleicht, gerade wegen seiner Unabhängigkeit, für die Bürger besonders verständlich gestaltet wird. Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine Bemühungen. Wenn Sie irgendwelche Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge, oder diesbezügliche Fragen haben, bitte melden Sie sich bei ihm.
Otto Dietrich
Die Welt ist zurzeit von großen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen gekennzeichnet. Dies hat auch die Politik in den vergangenen Monaten vor neue Herausforderungen gestellt. Sei es der atomare Gau in Fukushima, der die Energiewende in Deutschland beschleunigt hat und mittlerweile auch in anderen Staaten überall auf der Welt zum Umdenken geführt hat. Nicht zuletzt ist die Staatsschulden- und Finanzmarktkrise zu nennen, die aktuell nahezu alle anderen Politikfelder beherrscht und überschattet. Die Öffentlichkeit verfolgt dies - nicht zuletzt angesichts schwindelerregender Eurogarantien - mit einiger Sorge, insbesondere gegenüber der Handlungsfähigkeit der Politik. Erscheint diese doch allzu oft nur noch als getriebener und nicht mehr als handelnder Akteur. Dieser Eindruck wird noch durch das mediale Karussell an Eilmeldungen und Hiobsbotschaften verstärkt. Und natürlich ist es nicht zu leugnen, dass die Aufgabe für uns als politisch Handelnde anspruchsvoller und erheblich schwieriger geworden ist.
Vor dem Hintergrund der internationalen Turbulenzen ist es in meinen Augen umso wichtiger, dass der Zusammenhalt in den Kommunen unterstützt wird. Hier sehe ich auch eine besondere Aufgabe in meiner Arbeit im Deutschen Bundestag. Die Kommunen dürfen von Land, Bund oder EU nicht daran gehindert werden, ihre wichtigen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen. So habe ich im Oktober gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts und Abfallrechts gestimmt. Nach intensiven Verhandlungen, auch mit den kommunalen Spitzenverbänden, ist ein Kompromiss in den Bundestag eingebracht worden, der für mich nicht zufriedenstellend war. Mit der Neuordnung findet ein Systemwechsel statt, der privaten Entsorgern die Möglichkeit eröffnet, in das Abfallrecht der Kommunen einzugreifen. Damit wird die starke Rolle der kommunalen Abfallwirtschaft untergraben und der ordnungspolitische Aspekt geht verloren. Entsorgung für Müll und Abfall muss im Hoheitsrecht der Kommunen und Gebietskörperschaften bleiben, damit die Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin auf stabile Gebühren verlassen können.
Diese Auffassung teilen auch die Kommunen in Wolfsburg, Helmstedt, Brome und dem Boldecker Land, deren Resolutionen gegen die Pläne der Bundesregierung ich unterstützt habe. Mit der Kommunalwahl in Niedersachsen konnten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wer die Politik in ihren Gemeinden gestalten soll. Ich freue mich daher sehr, wenn von den Bürgerinnen und Bürgern aus den Ortschaften und Gemeinden eine gute Nachbarschaft gepflegt wird und Kooperationen angestoßen werden. So profitieren wir alle und machen unsere Region zukunftsfähig.
Ich wünsche den Velpker Bürgerinnen und Bürgern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches Neues Jahr 2012.
Ihr
Günter Lach, MdB
Impressum:CDUAktuell
Herausgeber:
CDU-Ortsverband Velpke
Redaktioneller Inhalt: Otto Dietrich